Neue Entwicklungen bei der Steuerung von Kraftwerken und Großspeichern.
Auf der diesjährigen E-world energy & water, Europas Leitmesse der Energie- und Wasserwirtschaft, waren wichtige Entwicklungen für die Branche zu erkennen. Das gilt speziell für das Asset-backed Portfolio Management, also die Verwaltung von realen Anlagen wie etwa von Kraftwerken oder Großspeichern.
Die zentrale Frage hier ist: Wie kann man die Flexibilität der Stromversorgung etwa durch den Einsatz von Stromspeichern so gestalten, sodass sie zum einen bankfähig ist, also als verlässliche Einnahmequelle akzeptiert wird, und zugleich umsetzbar , dass sie also technisch und regulatorisch reibungslos funktioniert?
Dabei zeichneten sich in öffentlichen Diskussionen und persönlichen Meetings auf der Messe drei Entwicklungen ab:
- Erreichen technologischer Reife: Wichtige Technologien für Flexibilität und Speicherung haben den Pilotmodus hinter sich gelassen. Die Frage lautet nicht mehr, „Funktioniert es?“, sondern „Wie können wir es über Intraday- und Ausgleichsmärkte hinweg verteilen, absichern, steuern und skalieren?“
- Bedeutungszuwachs für Engpässe im Stromnetz: Einschränkungen, Ausfallsicherheit und lokale Überlastung prägen mehr denn je die Prognosen, Optimierungen und das Risikodenken.
- Beschleunigung der IT-Zyklen: Die Erwartungen an Software steigen. Und KI macht endlich individuellere Lösungen möglich, wo früher Standardisierung die einzige Option war.
Auf der Seite der „echten Arbeit“ hatten wir intensive, pragmatische Diskussionen mit Betreibern erneuerbarer Energien, kommunalen Versorgungsunternehmen und Handelsteams. Auch hier gab es drei zentrale Themen:
- Skalierung des Portfoliomanagements auf solider Datenbasis: Klare Zuständigkeiten, starke Governance und Plattformen, die einem raschen Vermögenswachstum und schnelleren Entscheidungszyklen standhalten, sind oft entscheidend.
- Modernisierung von ETRM und Stromhandel: Es braucht Lösungen, die der Komplexität der Anlagen entsprechen. Das heitß: Weg von anfälligen Legacy- oder DIY-Setups, hin zu schlanken, integrierten Workflows.“
- Marktkommunikation als Engpass: Beim Einsatz von PV und Batterien ist der limitierende Faktor oft nicht die Optimierungslogik. Eher sind es Datenpipelines, standardisierte Nachrichtenübermittlung und die Heterogenität der Verteilnetzbetreiber. All das bestimmt, wie viel man im Vorfeld automatisieren kann.
Die E-world war für uns ein wichtiger Meilenstein: Sie gab uns eine Bestätigung für das, was wir bereits in Projekten aufbauen – und lieferte einige neue Blickwinkel, die unser Angebot in diesem Jahr noch innovativer machen werden.


